Partituren
Das Magazin für klassische Musik
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NOTENBILD
Drei Achtel für ein Halleluja
Der Hit aus Händels Messias. Von ULRICH AMLING

TITEL
Gebt gute Musik!
JOACHIM MISCHKE will Neues hören

VOR 50 JAHREN

Eine insuläre Erscheinung
BENJAMIN G. COHRS erinnert an Vaughan Williams



VOR 50 JAHREN
Musik als Ereignis
DANIEL HARDING über Stockhausens Gruppen

BOULEVARD

Stars in der Kutte
Streifzug durch die Klassikwelt

LONDONER STIMME
Ich bin ein Romantiker
IAN BOSTRIDGE zwischen Schubert und Britten

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Editorial
Liebe Leserin, lieber Leser!

"Ich habe das Merkwürdigste gesehen, was die Welt dem staunenden Geiste zeigen kann, ich habe es gesehen und staune noch immer – noch immer starrt in meinem Gedächtnisse dieser steinerne Wald von Häusern und dazwischen der drängende Strom lebendiger Menschengesichter mit all ihren bunten Leidenschaften, mit all ihrer grauenhaften Hast der Liebe, des Hungers und ... mehr
Boulevard *Neu*
Partituren berichtet über das aktuelle Musikgeschehen  und richtet dabei den Blick auch auf musikalische Highlights  abseits der gängigen Hitlisten und Berichterstattung.


Wann hat es das zuletzt ge- geben: eine klassische CD auf Platz eins aller Platten- verkäufe. Na gut, nur in Österreich. Aber in England schaffte es „Chant – Musik for Paradise“ immerhin auf Platz sieben der Popmusik-Charts, mit 100.000 verkauften Exemplaren! Als neue Superstars der Klassikbranche eignen sich die Musiker allerdings kaum: Es sind Zisterziensermönche des österreichischen Stifts Heiligenkreuz. Die vermeintlichen Hinterwäldler stellten ein eigenes Video ins Internet, der Chef der Plattenfirma Universal war begeistert und schickte ein Team aus London nach Österreich, das die Klosterkirche kurzerhand in ein Aufnahmestudio verwandelte. Auf ihrer CD singen die Mönche die gregorianische Missa pro defunctis und die Komplet – und treffen damit anscheinend genau den Nerv entspannungswilliger Hörer. Die Einnahmen werden die Zisterzienser um Abt Gregor Henckel-Donnersmarck, den Onkel des oscarprämierten Filmregisseurs, in ihre sozialen Projekte stecken. (Decca 476 6774-2) Und was die Männer können, können Frauen doch eigentlich schon lange. Gregorianische Gesänge auf Texte des Apostels Paulus hat die Frauenschola Exsulta Sion Freiburg für das Label Christophorus aufgenommen. Die Sängerinnen sind allerdings keine Nonnen, sondern Profisängerinnen aus Freiburg/Breisgau und Basel. Aber singen können sie auch. Ob dies der nächste Hit wird? (Christophorus CHR 77299)


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Titel
Es könnte so paradiesisch sein. Nie gab es so viel Musik, so viele interessante Stücke vom Mittelalter bis heute. Was gäbe es nicht alles zu entdecken. Doch die Konzertund CD-Programme sind statt Wundertüten meist biedere Kulturbeutel. Und das genügsame Publikum ist’s zufrieden. Muss das so sein?

TEXT JOACHIM MISCHKE

Das Klassik-Publikum ist nicht tot. Es benimmt sich nur so. Viel zu viele hören nur, was sie schon längst kennen, viel zu viele wollen nicht hören, was sie schon längst hätten kennenlernen sollen. Doch dazu gibt man ihnen oft gar ... mehr
Musik als Ereignis
Musik als Ereignis Ausgabe 18 Daniel Harding über Stockhausens Gruppen

Karl-Heinz Stockhausens „Gruppen“ aufzuführen ist ein Kraftakt – musikalisch und organisatorisch. Das Musikfest Berlin präsentiert das Werk im September gleich an zwei Abenden: im Hangar 2 des Flughafens Tempelhof. Die Musik wird gespielt von drei im Raum verteilten Orchestern unter der Leitung dreier Dirigenten. Bei der Uraufführung 1958 in Köln waren das Stockhausen, Bruno Maderna und Pierre Boulez. In Berlin dirigieren Daniel Harding, Simon Rattle und Michael Boder die Berliner Philharmoniker.

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Musikerleben *Neu*
Jetzt neu: Tipps und  Tricks für Hobbymusiker

Die neue Rubrik „Musikerleben“ schlägt  die Brücke zwischen Profis und Amateuren.  Sie gibt wertvolle Tipps, die sofort umgesetzt  werden können. Von „Beethoven leicht  gemacht“ bis „Soll ich in einen Chor“ werden  in jeder Ausgabe wichtige Fragen der Leser beantwortet.
Worauf sollte man beim Notenkauf achten, was macht den Unterschied zwischen einzelnen Noteneditionen aus?

Diese Frage stellte uns Johannes Graupe aus Bruchköbel. Und wir gaben Sie weiter an den Pianisten Severin von Eckardstein.

Das Allerwichtigste für mich ist, dass es sich um eine Urtextausgabe handelt, die sich also an den Originalquellen orientiert. Aber die sind leider nicht immer eindeutig. Beethoven etwa hat ... mehr
Der See spielt mit

TEXT BETTINA SCHRÖM

An den Bodensee fährt kaum jemand allein der Kunst wegen. Schon gar nicht im Sommer. Kulturschaffende aller Couleur haben das verstanden und über die Jahre gelernt, die touristische Anziehungskraft des drittgrößten Binnengewässers Mitteleuropas für ihre Zwecke zu nutzen. Der See spielt mit, ganz gleich was ansonsten zwischen Mai und September auch auf dem Programm stehen mag. ... mehr
Der Sänger Ian Bostridge
Als Musiker bin ich Romantiker

Ian Bostridge wohnt mit Frau und Sohn in einem typischen viktorianischen Backsteinhaus im Stadtteil Kentish Town. Die Zimmer des Erdgeschosses sind vollgestopft mit Bücherregalen, der Salon im ersten Stock ist weiß gehalten und karg möbliert, an den Wänden hängt moderne Kunst. Dafür stapeln sich auf und neben dem Flügel im hinteren Teil des Raumes jede Menge Noten. LPs sind gegen die Wand gelehnt, auf einem alten Notenständer steht Schuberts „Winterreise“. Bostridge sitzt, lang und schlaksig, mit einer Tasse Kaffee (!) in einem Empire-Lehnstuhl und spricht eher leise, von draußen ... mehr
200 Jahre Gewandhaus-Quartett
Gewandhaus Quartett TEXT KLEMENS HIPPEL

Es spielte mit Brahms und Clara Schumann, mit Grieg und Mendelssohn. Es durfte Beethoven uraufführen. Doch seine größte Leistung ist wohl, dass es immer noch existiert. Das Gewandhaus- Quartett ist das älteste Streichquartett der Welt – und in den 200 Jahren seiner einzigartigen Geschichte wirkten fast 200 Musiker in ihm.
Mancher würde diese Tradition eher als Last empfinden – die heutigen Mitglieder sind stattdessen stolz auf ihre Vorgänger. Auf Ferdinand David (1810 – 1873), der unter Mendelssohn Konzertmeister war. Oder Joseph Joachim (1831 – 1907), der Brahms’ Violinkonzert uraufführte. „Maßgeblich ist“, so erklärt ihr Nachfolger Frank-Michael Erben, „was man mit der Tradition anstellt. ... mehr
In Darkness
John Dowland und seine Zeit

TEXT KLEMENS HIPPEL


Schwermütig könnte man werden, wenn man sich in John Dowlands Liedtexte vertieft:„Im Dunkeln will ich hausen“, wünscht er sich da, weil es „tausendmal besser ist zu sterben, als in solchen Qualen zu leben“. Die Tränen fließen stets reichlich, und alle Hoffnung ist vergeblich. So klingt das „goldene Zeitalter“ Englands: Vergänglichkeit ... mehr
Das Rätsel Ausgabe 18
Liebe Rätsler!

Zu allen Zeiten haben sich Künstler von Musen inspirieren
lassen, von meist schönen, jungen Frauen, die um
so häufiger ausgetauscht werden, je älter der Künstler wird.
Nicht so bei dem Komponisten, den wir diesmal suchen ... mehr
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